Rheinische Kirche Partner bei Protestantismustagung

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist in diesem Jahr Partner der Emder Tagung für die Geschichte des reformierten Protestantismus. Dazu kam gestern Abend der neue Präses Manfred Rekowski nach Emden. Der aus Polen stammende Rekowski berichtet in seinen Grußwort über seine Begegnungen mit reformierter Frömmigkeit in Wuppertal, wor er lange als Pfarrer tätig war.

Rekowski ist seit Anfang März im Amt des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, er ist dort Nachfolger von Nikolaus Schneider, der in den Ruhestand trat und bis 2015 weiter Vorsitzender des Rates der EKD bleibt.

Alle zwei Jahre richtet die Gesellschaft für die Geschichte des reformierten Protestantismus in der Emder Johannes a Lasco Bibliothek eine Fachtagung aus, dieses Jahr unter der Überschrift "Die Geschichte und Wirkung des Heidelberger Katechismus". In einem öffentlichen Vortrag am Montagabend plädierte die Mainzer Theologieprofessorin Christiane Tietz für die Beibehaltung religiöser Bildung im säkularen Staat, in den Schulen und an den Universitäten.

Bereits am Sonntag verlieh die die Gesellschaft den Johann-Friedrich-Gerhard-Goeters-Preis. Er geht in diesem Jahr an zwei Forscher. Der Doninkanermönch Frank Ewerszumrode aus Worms wurde für seine Arbeit über die Abendmahlslehre Johannes Calvins ausgezeichnet. Für seine Promotion über Zacharias Ursinus, einen der Hauptverfasser des Heidelberger Katechismus, wurde Boris Wagner-Peterson aus Iggelheim geehrt.

Alle zwei Jahre verleiht die Gesellschaft den mit 2500 Euro dotierten Preis im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tagung in Emden. Benannt ist er nach dem 1996 verstorbenen Bonner Kirchenhistoriker Johann-Friedrich-Gerhard Goeters.

19. März 2013
Ulf Preuß, Pressesprecher

Foto: Kirchenpräsident Jann Schmidt, Präses Manfred Rekowski, Marius Lange van Ravenswaay (Vorsitzender der Gesellschaft für die Geschichte des reformierten Protestantismus und wissenschaftlicher Leiter der Johannes a Lasco Bibliothek)

www.jalb.de

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