Hingehen lautet das Rezept
Bei der Eröffnung der Interkulturellen Woche für Niedersachsen hat Kirchenpräsident Martin Heimbucher angesichts wachsender kultureller Vielfalt aufgerufen, Kontakt zu zugewanderten Menschen zu suchen. „Hingehen lautet das Rezept“, sagte er am Sonntag, 24. September, im Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche in Celle. Nur zuschauen und lamentieren genüge nicht. „Wo es hingehen wird in unserem Land, das bestimmen wir mit, jeder und jede von uns.“
Seit 1975 rufen die evangelische, die katholische und die orthodoxe Kirche jährlich Ende September mit einem gemeinsamen Wort zu einer Interkulturellen Woche auf. Sie steht in diesem Jahr unter dem bundesweiten Motto „Vielfalt verbindet“. Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Kommunen und Initiativen bieten dazu auch in Niedersachsen zahlreiche Vorträge, Konzerte oder Begegnungsabende an.
Dass Vielfalt verbinde, verstehe sich nicht von selbst, betonte Heimbucher. „Vielfalt kann auch auseinanderführen und voneinander trennen, wenn sie unverbunden bleibt.“ Viele Menschen hätten berechtigte Sorgen, deshalb sei es wichtig, die neuen Nachbarn zu besuchen oder sie zu sich einzuladen. Am Tag der Bundestagswahl betonte Heimbucher: Nicht nur der Gang zur Wahlurne entscheide über die Zukunft, sondern auch das alltägliche Handeln.
Der Gottesdienst in der Celler Gemeinde wurde von Teilnehmern aus Russland, Ungarn, der Republik Kongo, Palästina und Kurdistan mitgestaltet. Schon seit vielen Jahren unterhält die Gemeinde enge Verbindungen zu jesidischen Gruppen in der Umgebung.
24. Septemberv 2017
Ulf Preuß, Pressesprecher
Bild oben: Die Mitwirkenden am Gottesdienst: Muhje Söllner, Gebet (Palästina); Tanja Rumke, Orgel und Klavier (Russland); Rojda Agirman, Interview (Kurdistan), Pastor Andreas Flick; Issak Guderian, Gitarre und Gesang; Laure Schäfer, Gebet (Republik Kongo); Kirchenpräsident Martin Heimbucher; Tünde Tiringer, Lesung (Ungarn).

