Jüdinnen und Juden brauchen Solidarität

Foto: Ulf Preuß

Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden und Präses Ingo Brokmann haben am 28. Mai der jüdischen Gemeinde in Oldenburg eine Solidaritätsspende in Höhe von fast 4200 Euro übergeben. Das Geld stammt aus einer Spendensammlung in den evangelisch-reformierten Kirchengemeinden des Synodalverbands südliches Ostfriesland, die dessen Präses Ingo Brookmann im Herbst 2023 nach dem Überfall der Hamas auf Israel initiiert hatte. Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg am 5. April wurde die Spendenaktion noch einmal verlängert.

Als deutliches Zeichen der Solidarität mit den jüdischen Menschen stockte die Landeskirche den Spendenbetrag aus den Gemeinden um 2000 Euro aus eigenen Mitteln auf. Kirchenpräsidentin Bei der Wieden betonte wie wichtig ihr es sei, Jüdinnen und Juden in Deutschland zur Seite zu stehen. Auf Wunsch der jüdischen Gemeinde wird das Geld der Hilfsorganisation IsraAid mit Sitz in Deutschland zugutekommen. IsraAid leistet nach eigenen Angaben psychosoziale Hilfe und unterstützt innerhalb und außerhalb von Deutschland beim Übergang von Krisen.

Bei der Spendenübergabe wurde deutlich, so Ingo Brookmann, wie gefährdet jüdisches Leben in Deutschland zurzeit einzuschätzen sei. Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Claire Schaub-Moore, informierte über aktuelle Sicherungsmaßnahmen auf dem Gelände der Gemeinde nach dem Brandanschlag. So erhalten zurzeit alle Fenster der Synagoge und des Gemeindehauses eine zusätzliche, schusssichere Verglasung.

30. Mai 2024
Ulf Preuß, Pressesprecher

 

Bild oben: Bei der Übergabe der 4175,95 Euro in der Oldenburger Synagoge (von links): Holger Robbe (Verein Reformiert in Oldenburg); Michale Cinman (Gemeinde Loga), Ingo Brookmann (Pastor in Loga und Präses des Synodalverbands Südliches Ostfriesland), Claire Schaub-Moore (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Oldenburg), Alina Treiger (Rabbinerin der Gemeinde), Eiske Cinman (Gemeinde Loga), Susanne Bei der Wieden (Kirchenpräsidentin)

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