Hauke Scholten übernimmt Chorarbeit

Hauke Scholten als Chorleiter (Fotos: privat)

Hauke Scholten ist neuer landeskirchlicher Beauftragter für Chorarbeit. Ab dem 1. September übernimmt der 50-jährige Diplom-Kirchenmusiker diese Aufgabe. Einen Schwerpunkt soll die Kinder-und Jugendsingarbeit bilden, Scholten wird aber Ansprechpartner für alle Chöre sein.

Hauke Scholten war bislang Kirchenmusiker im Synodalverband IIIV, dort führte er unter anderem zahlreiche Jugendsingprojekte durch. Er stammt aus Georgsdorf in der Grafschaft Bentheim, wo er mit dem ersten Orgelunterricht begann. Er studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Künste in Bremen. Sein zukünftiger Dienstsitz wird in in Emden sein.

26. August 2020
Ulf Preuß, Pressesprecher


Interview mit Hauke Scholten

Welche Aufgaben gehören zu Ihrer neuen Stelle?
Meine zentrale Aufgabe wird sein, das Singen in allen Altersgruppen zu fördern und zu begleiten, zum Beispiel mit jährlich wiederkehrenden Kinder-und Jugendsingwochen für die ganze Landeskirche, in Kinder-und Jugendsingprojekten an Wochenenden in Gemeinden der Landeskirche, in der Unterstützung von Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchören in den Gemeinden und Synodalverbänden, in der Weiterbildung und Gewinnung von Chorleitern, in Synodalverbandschor-oder Singewochenenden,aber auch im Aufbau und der Leitung eines landeskirchlichen Chores.

Mein neuer Dienstsitz wird Emden sein und so wird auch der Aufbau einer Kinderchorarbeit in der Kirchengemeinde Emden zu meinen Aufgaben gehören.

Was wird eine typische Arbeit in Ihrem Alltag sein?
Ich hoffe, eine typische Arbeit meines Alltags wird sein, mich darum zu kümmern und zu organisieren, dass möglichst viele Menschen aus der ganzen Landeskirche zusammen kommen, um die wunderschöne Gemeinschaft des Singens zu erleben. Ob als erfahrener Chorsänger oder jemand, der oder die den Mut gefunden hat, seine Stimme einfach mal an einem Singwochenende mit Liedern, bei denen für jeden was dabei ist, auszuprobieren.

Warum haben Sie sich für die jetzige Stelle entschieden?
Meine Liebe gehört dem Singen und mit der Erfahrung einer erfolgreichen Singearbeit in den letzten 20 Jahren im VIII. Synodalverband, erhoffe ich mir durch diese Entscheidung, dass dies in den nächsten Jahren auch in der Landeskirche gelingen möge, also Menschen diese wundervolle Art des Musikmachens näher zu bringen, Menschen jeden Alters anzusprechen und auch neu zu gewinnen. Denn Singen macht Spaß, singen tut gut, singen mach munter und singen macht Mut. Singen macht foh und Singen hat Charme, denn die Töne nehmen uns in den Arm. All unsere Stimmen, sie klingen mit im großen Chor im Klang der Welt.

Meine Leidenschaft gilt der ganzen Kirchenmusik, von der Renaissance bis hin zur neuen geistlichen Musik, aber auch der Pop-und Rockmusik.

Außerdem ist es mir ein Anliegen, besonders in diesen Zeiten, neue musikalisch-theologische Konzepte für Gottesdienste, musikalische Andachten und Konzerte entwickeln zu können, um in der Landeskirche neue musikalisch-geistliche Impulse setzen zu können.

Was gehörte zu Ihren Aufgabe ihrer alten Stelle im Synodalverband VIII?
Ich habe in der den Kirchengemeinden Neuenkirchen und Rekum eine Kinder-und Jugendchorarbeit neu aufgebaut, den Kirchenchor geleitet und neu formiert und einen Kammerchor gegründet. Nach einigen Jahren war ich dann auch für den ganzen VIII. Synodalverband zuständig, habe einen weiteren Chor in der Kirchengemeinde Bremerhaven übernommen und habe unterschiedlichste Projekte in den Gemeinden durchgeführt. Vom Kindermusical, Musiktanztheater mit Jugendchören, Konfirmandensingprojekte, Aufführungen von großen Werken wie „The Armed Man“ von Karl Jenkins, Singwochenenden für sangesfreudige Menschen von sechs bis 99 Jahren bis hin zu Orgelkonzerten, Klavier-Gesang-und Orgelunterricht.

Wie ist ihr beruflicher Werdegang?
In Georgsdorf aufgewachsen habe ich dort durch die wunderschöne Kirchenorgel, den Orgelunterricht von Egbert Schoenmaker und die Predigten von Pastor Gert Veldmann die Liebe zur Kirchenmusik entdeckt. Ich habe dann die D-Prüfung für Orgelmusik beim damaligen Landeskirchenmusikdirektor bei Harald Vogel abgelegt und später Kirchenmusik an der Hochschule für Künste Bremen studiert. Es folgte ein einjähriges kirchenmusikalisches Praktikum in der Kirchengemeinde Neuenkirchen, Studium der alten Musik. Gleichzeitig habe ich eine lehrreichen und fruchtbare Zusammenarbeit mit der damaligen Beauftragten für Kinder-und Jugendsingarbeit der Landeskirche, Angela van der Kamp, begonnen.

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