Gesamtsynode ruft zur Beteiligung an Europawahl auf
Die Evangelisch-reformierte Kirche hat zur Beteiligung an der Europawahl am 9. Juni aufgerufen. Die Gesamtsynode in Emden schloss sich damit dem gemeinsamen Aufruf christlichen Kirchen an. Die Synode bittet ausdrücklich: „Wählen Sie eine demokratische Partei für eine gemeinsame Zukunft in einem starken Europa“.
Die Synode ermutigt besonders Erstwählerinnen und Erstwähler: „Machen Sie von Ihrer Stimme Gebrauch.“ Nötig sei eine Europäische Union, die sich für alle Menschen in ihrer Würde und Freiheit einsetzt und die Schwächsten nicht aus dem Blick verliert.
Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden sagte, die zunehmende Spaltung der Gesellschaft mache es notwendig, die Verantwortung für die politische Zukunft Europas ernst zu nehmen und demokratischen Instanzen zu stärken.
Bei der Wieden verwies auf einen Beschluss der Synode vom letzten November. Dort heißt es, dass es nicht mit dem christlichen Selbstverständnis vereinbar sei, anderen Menschen oder Menschengruppen die Gleichheit und Würde abzusprechen, „egal ob es um Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderung oder andere Eigenschaften geht“.
Die Evangelisch-reformierte Kirche beteiligt sich an den evangelischen Aktionen zum 75-jährigen Bestehen des Grundgesetzes. So predige Vizepräsident Helge Johr zusammen mit der Präsidentin von Brot für die Welt, Dagmar Pruin, am 9. Juni, dem Tag der Europawahl, in einem Gottesdienst in der Großen Kirche in Leer. Er gehört in eine Reihe von 20 Gottesdiensten aus den 20 evangelischen Landeskirchen zu den 20 Grundrechten des Grundgesetzes.
16. Mai 2024
Ulf Preuß, Pressesprecher

