Die Friedensfrage im Westen und im Nahen Osten
Eine zwölfköpfige Delegation aus der Evangelisch-reformierten Kirche reist am kommenden Samstag, 2. Juni 2018 in den Nahen Osten. Sie trifft dort in Beirut auf Vertreter der Evangelischen Kirche in Syrien und dem Libanon. Ein wichtiges Thema der fünftägigen Zusammenkunft werde die Frage sein, „wie finden wir den richtigen Weg zum Frieden“, kündigte Thomas Fender, Ökumenepastor der Evangelisch-reformierten Kirche, an. Er leitet die Delegation zusammen mit der Menschenrechtsreferentin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Sabine Dressler.
„Wir wollen dabei die Meinung unserer christlichen Geschwister hören“, betont Fender. Der Nahe Osten sei seit Jahrzehnten ein von Unfrieden geprägter Raum. Seit dem Ausbruch des Syrienkriegs vor sieben Jahren hätte die Frage nach dem Weltfrieden noch an Brisanz gewonnen. Diskutiert werden solle auch, welche Aufgabe die Kirche in der Friedensfrage leisten könne. Besonders zu berücksichtigen sei dabei, dass Christen im Nahen Osten in der Minderheit lebten und seit mehreren Jahren in einigen Ländern unter wachsender Verfolgung litten.
Die Delegation aus der Evangelisch-reformierten Kirche setzt sich vor allem aus Ehrenamtlichen aus den Kirchenräten und Presbyterien zusammen. Zur Reisegruppe gehört auch der Präses der Gesamtsynode und Vorsitzende des Kirchenrats in Schüttorf, Norbert Nordholt. Ziel der Reise sei es auch, so Fender, die Kontakte in den Nahen Osten auf die Ebene der Kirchengemeinden zu bringen und damit deutlich zu intensivieren. Er habe bei seinen bisherigen Kontakten diesen deutlichen Wunsch vernommen.
Seit etwa dreieinhalb Jahren hat die Evangelisch-reformierte Kirche Beziehungen zur sehr kleinen Evangelischen Kirche in Syrien und dem Libanon. In den beiden Ländern gehören zu ihr 12.000 Mitglieder in 43 Kirchengemeinden, unter anderem in den Bürgerkriegsstätten Aleppo und Homs. Bislang unterstützen die Reformierten die Bildungsarbeit der NESSL, die mehrere Schulen in Syrien und in libanesischen Flüchtlingslagern betreibt. Zum Programm gehört daher auch der Besuch eines der libanesischen Lager. Bei einer Einwohnerzahl von vier Millionen leben 1,6 Millionen Flüchtlinge in dem Land.
31. Mai 2018
Ulf Preuß, Pressesprecher
Berichte bei reformiert.de über die bisherigen Kontakte:
April 2018
https://www.reformiert.de/nachricht/items/heimbucher-fordert-mehr-familiennachzuege-aus-syrien.html
https://www.reformiert.de/nachricht/items/um-gottes-willen-frieden-foerdern-gewalt-unterbinden-3644.html
Juli 2017
https://www.reformiert.de/nachrichten-generalversammlung/items/neue-praesidentin-kirche-hat-brueckenfunktion-in-syrien-3309.html
April 2017
https://www.reformiert.de/nachricht/items/toechter-gottes-nicht-buergerinnen-zweiter-klasse-3150.html
Dezember 2016:
https://www.reformiert.de/nachricht/items/die-appelle-an-uns-werden-eindringlicher.html
https://www.reformiert.de/nachricht/items/gebet-fuer-syrien-2977.html
https://www.reformiert.de/predigt/items/gebet-fuer-syrien.html
November 2016:
https://www.reformiert.de/herbstsynode-2016.html
August 2016:
https://www.reformiert.de/nachricht/items/berichte-aus-der-krisenregion-nahost-2869.html
https://www.reformiert.de/nachricht/items/unsere-zukunft-liegt-im-nahen-osten-2892.html
https://www.reformiert.de/nachricht/items/christen-im-nahen-osten-brauchen-unsere-solidaritaet-2893.html
April 2016:
https://www.reformiert.de/fruehjahrssynode-2016-zweiter-tag.html
Oktober 2015
https://www.reformiert.de/nachricht/items/zwischen-hoffnung-illusion-und-komplexitaet.html
Mai 2015:
https://www.reformiert.de/nachricht/items/schreiben-der-solidaritaet-an-christen-im-nahen-osten.html
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