162.500 Reformierte zwischen Nordsee und Allgäu

Die Zahl der Mitglieder der Evangelisch-reformierte Kirche hat sich im Jahr 2021 um 1,8 Prozent verringert Das geht aus der aktuellen Mitgliederstatistik hervor, die heute (9. März 2022) veröffentlicht wurde. Sie beruht auf der Basis der zum Stichtag 31.12.2021 vorliegenden Zahlen. Insgesamt sank die Mitgliederzahl um 2955 auf jetzt 162.455 Menschen in den 143 Kirchengemeinden. Damit liegt der Mitgliederverlust unter dem bundesweiten Durchschnitt aller evangelischer Kirchen, dieser liegt bei 2,5 Prozent. 2020 betrug der Mitgliederverlust 3135.

Die Zahl der Kirchenaustritte liegt auf dem bislang höchsten Stand und steigt seit 2018 kontinuierlich an. 2021 traten 1580 Menschen aus der Evangelisch-reformierten Kirche aus, 2018 waren es noch 1063. Den Austritten steht eine Anzahl von 220 Kircheneintritten gegenüber, eine leichte Steigerung gegenüber 2020.

Im zweiten Jahr nacheinander ist die Zahl der Sterbefälle mit 2478 überdurchschnittlich hoch, dies lässt sich mutmaßlich mit der in den Corona-Jahren ermittelten Übersterblichkeit erklären.

Die Zahl der evangelischen Taufen hat sich mit 821 gegenüber dem ersten Lockdown-Jahr 2020 zwar deutlich erhöht, erreicht bislang aber nicht das Niveau vor der Coronakrise. 2020 wurden 674 Menschen getauft, 2019 waren es 1241. Mit einer gezielten Ansprache sollen junge Familien motiviert werden, das Fest der Taufe mit ihren Kindern zu feiern und auch ausgefallene Taufen nachzuholen.

9. März 2022
Ulf Preuß, Pressesprecher

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